Wallfahrtsort Heiligenbrunn
Der Beginn der Wallfahrt
Die Geschichte des Wallfahrtsortes Heiligenbrunn beginnt im November 1662 mit einer außergewöhnlichen Heilung. Ein Bauer aus dem benachbarten Türkenfeld hatte nach einem Sturz vom Dach seine Sprache verloren. Er trank aus der Wiesenquelle oberhalb des Dorfes und betete um Heilung. Dabei erschien ihm, wie er später berichtete, Maria als schwarze Madonna, wie sie auch in Altötting verehrt wird. Kurz darauf konnte er wieder sprechen.
Eine Urkunde im Bayerischen Staatsarchiv in Landshut belegt dieses Ereignis ausführlich. Die Nachricht von der Heilung verbreitete sich und bald kamen immer mehr Menschen nach Heiligenbrunn, um an der Quelle zu beten und aus ihr zu trinken. Im Laufe der Zeit berichteten sie von weiteren Gebetserhörungen und Heilungen. Votivtafeln zeugen bis heute von den persönlichen Schicksalsschlägen, Krankheiten und Unglücksfällen, mit denen Menschen nach Heiligenbrunn kamen.
Aus den Opfergaben der Pilger entstand zunächst eine kleine Kirche. Als diese für die wachsenden Pilgerströme zu klein wurde, entstand 1714 die heutige Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung.
1851 wurde in Heiligenbrunn eine Heimvolksschule für Knaben gegründet, die bis 1986 von Mallersdorfer Schwestern geführt wurde.
Heiligenbrunn heute
1989 übernahm die Gemeinschaft Familien mit Christus das leerstehende Haus. Seitdem ist Heiligenbrunn ein geistliches Zentrum für Ehe und Familie. Seminare und seelsorgliche Angebote helfen Ehepaaren und Familien, ihre Beziehung zu sich selbst, zueinander und zu Gott zu vertiefen.
So verbindet Heiligenbrunn bis heute seine jahrhundertealte Geschichte als Wallfahrtsort mit Quelle und Kirche mit seinem heutigen Auftrag, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.
Im Jahr 2012 wurde das Jubiläum „350 Jahre Wallfahrtsgeschichte“ gefeiert.